Gekonnt kommunizieren für ein wertvolles Miteinander

von Nancy Fuchs

Das A und O für ein entspanntes und vertrauensvolles Miteinander ist eine saubere somit faire Kommunikation.

Kleine Worte, unbedacht ausgesprochen, können eine große Wirkung haben. Manches mal ganz anders als von uns bewusst beabsichtigt.

Warum eskaliert so manches Gespräch, was doch eingentlich ganz harmlos und entspannt angefangen hatte? meist fühlt sich einer der Gesprächspartner persönlich, also als Person angegriffen.

"Soll ich jetzt jedes Wort erst mal auf die Goldwaage legen? Ich muss und will doch auch einfach mal frei raus sprechen können", fragen Sie sich jetzt vielleicht.

Das stimmt. Wenn wir anfangen jedes Wort vor dem Aussprechen erst drei Mal umzudrehen und zu prüfen, dann ist ein ntürliches Gespräch kaum noch möglich.

Konzentrieren wir uns also auf den Kasus Knacktus: Nicht verletzen!

Treffen Sie Aussagen, die transportieren, was Ihnen wichtig ist, ohne ein pauschales Urteil über Ihr Gegenüber zu fällen und somit anzugreifen.

Wie Sie das machen? Eigentlich ganz einfach: Sprechen Sie in Ich-Botschaften. D.h. sprechen Sie über sich. Sagen Sie, wie Sie etwas sehen, wie Sie empfinden, was Sie denken, oder welche Wahrnehmung Sie von der Situation haben.

Wenn ich meine Äußerungen konsquent in Ich-Botschaften sende, verhindere ich, den anderen anzugreifen. So lange ich ausschließlich über meine persönliche Wahrnehmung spreche und nicht meine Meinung pauschaliere, hat mein Gegenüber die Chance sich meiner Aussage anzunehmen und diese für sich zu reflektieren.

Also nicht mehr: "Sie stören", oder gar "Sie sind ein Störenfried", sondern: "Ich emfpinde Ihr Verhatlen als störend", oder "Auf mich wirkt Ihr Verhalten störend".

Sie optimieren somit auch schon im Voraus die Reaktionsmöglichkeiten des Anderen. Wenn Sie sagen "Sie sind ein Störenfried", wird die Reaktion zwangsläufig ein defensives "bin ich nicht" sein. Wenn Sie jedoch Ihre Empfindung über eine Situation äußern, kann diese nicht abgeblockt werden. "Ich habe Ihr Verhalten heute im Meeting als störend empfunden". Ein "haben Sie nicht" ist hier ja schlicht unmöglich. Die Wahrscheinlichkeit, dass der Angesprochenen die Aussage über Ihre Emfpindung stehen lässt, oder sogar sich damit auseinander setzt, ist also wesentlich höher. Und auch die Stimmung zwischen Ihnen und Ihrem Gesprächspartner wird viel entspannter sein.

Das gilt übrigens auch für vemeintlich positive Aussagen: Wenn mir jemand sagt "Frau Fuchs, Sie sind ein guter Trainer", dann kann ich das leicht als anmaßend empfinden, obwohl es sicher positiv gemeint war. Da sagt mir jemand was, oder wer ich bin. Das fühlt sich für mich nicht positiv an. Wenn mir aber jemand beispielsweise sagt "Frau Fuchs, ich nehme Ihre Arbeit als Trainer als sehr qualifiziert und wertschätzend wahr", dann ist das ein Lob, welches ich gerne annehme und mit dem ich auch etwas anfangen kann.

Los geht's also: Konzentrieren Sie sich auf das Sendne Ihrer Aussagen als Ich-Botschaften und sorgen Sie für angriffsfreie, entspannte Kommunikation. Ich wünsche Ihnen viel Spaß dabei!

Es grüßt Sie herzliche,

Ihre

Nancy Fuchs

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